Die Corona-Pandemie stellt Organisationen vor die große Herausforderung, Daten und Dokumente digital zu teilen. Besonders wenig digital-affine NGOs sehen sich nun mit einer Vielzahl an digitalen Instrumenten konfrontiert. Darüber hinaus gibt es viele Fragen zu Sicherheitsaspekten und auch der DSGVO-Konformität.
Wir bringen etwas Übersicht in die Angebote, so bereits zu den Messengerdiensten (1), zu Filesharing & Zusammenarbeit (2) und zu den Webinar-Tools (3), jetzt die Serie abschließend noch zu den Konferenz-Tools (4).
Skype
Anbieter: Microsoft (USA)
Das geht gut:
- Audio- und Videokonferenzen mit bis zu 50 Personen
- Aufzeichnungsfunktion
Kosten: kostenlos
Kritik:
- in der Vergangenheit gab es oft Technikprobleme
- Software ist vergleichsweise unpraktisch
- Mitarbeiter haben in der Vergangenheit Skype-Gespräche im Nachhinein angehört und analysiert
Google Hangouts
Anbieter: Google/Alphabet (USA)
Das geht gut:
- Log-in über Google-Account
- Chat, Audio- und Videokonferenzen bis zu 25 Personen, bis zum 01. Juli sind auch größere Meetings bis zu 250 Personen möglich (die Funktion gab es vorher nur für die kostenpflichtige Enterprise Edition der GSuite)
- Meetings lassen sich aufzeichnen und in Google Drive speichern
Kosten: bis zum 01. Juli kostenfrei
Kritik:
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Google ist bekannt dafür, viele Daten zu sammeln
Jitsi Meet (Open Source)
Anbieter: Open-Source-Community Jitsi & 8x8
Das geht gut:
- schnell und einfach
- es lassen sich gemeinsame Dokumente bearbeiten
- „Hand heben“-Funktion, um anzuzeigen, etwas sagen zu wollen
- hoher Datenschutz – Hacker empfehlen daher die Software
- Software lässt sich auch auf den eigenen Server betreiben, um datenschutzrechtlich ganz sicher zu gehen
Kosten: kostenlos
Kritik:
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Server steht in den USA
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Die Initiative klicksafe hat für Jitsi eine Liste von in Europa gehorteten Instanzen bereitgestellt
Zoom (USA)
Anbieter: Zoom Video Communications (San José, Kalifornien)
Das geht gut:
- bis zu 1000 Nutzer können parallel teilnehmen
- nur ein Account notwendig
- einfacher Zugang mit Einladung per Link
Kosten:
- kostenlose Basisversion für bis zu 100 Teilnehmer*innen und maximale Konferenzzeit von 40 Minuten (Ausnahme für Bildungseinrichtungen bis zur 13. Klassen, die Corona-bedingt schließen mussten)
- Bezahlversionen ab 13.99€ im Monat mit unbeschränktem Zeitlimit, mehr Funktionen und ab 100 Teilnehmer
Kritik:
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Datenschutz:
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Meeting-Gründer sehen, ob ein Konferenzteilnehmer im Vordergrund einen anderen Tab offen hat und nicht aufmerksam auf den Bildschirm schaut
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Werbedaten wurden gesammelt
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iOS-App soll Daten an Facebook übermittelt haben
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„Zoombombing“: User können sich in fremde Chats einwählen und dort mit rechtsradikalen oder pornografischen Inhalten stören
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im vergangenen Jahr konnte durch eine Sicherheitslücke auf Mac-Webcams zugegriffen werden
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Engagiert in der Coronazeit | Analog & Digital
Aktualisiert: 28.04.2020
