Gerade in Krisenzeiten haben viele Menschen den Wunsch, sich für andere und das Gemeinwohl einzubringen. Die beste Gelegenheit, um sich zu Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements zu informieren und beraten zu lassen, ist eigentlich jedes Frühjahr die Freiwilligenbörse. Corona-bedingt haben die Veranstalter von der Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V. die Engagementmesse nun ins Internet verlegt.
Schon jetzt finden sich in einem Blog Hinweise, wie man sich aktuell in der Corona-Hilfe einbringen kann. Auch ist bereits der „Berliner Engagementkatalog 2020“ online einzusehen. Er enthält alle Engagementangebote der vorgesehenen 100 Aussteller. Ab 18. April rücken dann vier Wochen lang diese Vereine in den Mittelpunkt. Ebenfalls im Blog, aber auch auf Facebook und Twitter werden ihre Angebote vorgestellt.
Wir sehen gerade, die Hilfsbereitschaft ist groß
erklärt Carola Schaaf-Derichs, Geschäftsführerin der Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V.: Viele Menschen werden sich in dieser Zeit bewusst, wie wichtig Zusammenhalt ist, und wollen dazu beitragen. Deshalb wollten wir ein Angebot der Orientierung unbedingt aufrechterhalten. Diesmal muss man nicht ins Rote Rathaus, diesmal kann man sich online von der Couch aus informieren, wann und wie man will.
Zwar lässt sich nicht jedes Engagement in der gegenwärtigen Lage sofort umsetzen. Viele Einrichtungen haben geschlossen und sind nur telefonisch oder digital erreichbar. Aber viele Interessierte können die Situation nutzen, um sich für die Zeit danach zu orientieren. Zudem gibt es viele Organisationen, die aktuell Unterstützung suchen, für Bedarfe, die durch die Pandemie entstanden sind.
Engagieren kann man sich, wie sie der Katalog enthält und die Webseite aufführt, etwa in Sport, Natur und Integration ebenso wie in Technik, Kultur und Bildung. Von kleinen Initiativen wie Herzenssache – Nähen für Sternchen und Frühchen bis zu großen Verbänden wie DRK oder Stadtmission ist die ganze Bandbreite von Organisationen vertreten. Man kann Kindern vorlesen, Kultur vermitteln oder Menschen- und Tierrechte schützen. Oder eben aktuell jene unterstützen, die als Risikogruppe vom Coronavirus bedroht sind.
Zur Pressemitteilung 07.04.2020 (pdf)
Engagiert in der Coronazeit
Aktualisiert: 20.04.2020

