Auch das Angebot in der engagierten Queeren Community ist durch die Corona-Pandemie eingeschränkt. Wir haben für Euch in der Landesfreiwilligenagentur Berlin eine Übersicht erstellt, in der die von uns gefundenen veränderten Angebote zusammengetragen wurden; hier gibt es sie als PDF zum Download. Persönliche Beratungen finden derzeit nicht mehr statt. Fast alle Beratungsangebote sind aber auf E-Mail, Telefon und zum Teil Chats umgestellt worden.
Kreativ und aktiv
AHA-Berlin hat viele ihrer regelmäßigen Geselligkeitstreffen in den virtuellen Raum verschoben. Jeden Sonntag gibt es ein virtuelles Sonntagscafé ab 15 Uhr. Immer montags ab 19 Uhr können interessierte Gossiper*innen beim virtuellen Klatsch- und Tratsch-Abend zusammenkommen und jeden Donnerstag findet ab 19 Uhr ein virtuelles Treffen der Freizeit- und Aktivitätengruppe Queeronaut_* statt.
Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) plant für den 17. Mai 2020, den Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie (IDAHOBIT), um 11 Uhr eine Online-Kundgebung. Zugleich stellen sie ihre Sensibilisierungskampagne zum diesjährigen Schwerpunktthema „Gewalt und Schutz” vor. Eine Live-Übertragung der Veranstaltung findet auf Facebook statt. Unter den Hashtags #stayathome und #proudathome können Sie an der Online-Kundgebung teilnehmen. Mehr Infos hier.
Das
Mentoringprogramm des LSVD für queere Geflüchtete ist weiterhin auf der Suche nach Engagierten und bietet daher einen Online-Infoabend am 14. April um 17.30 Uhr und um 19.30 Uhr (2 Timeslots) an.
Neben dieser Umstellung auf den Online-Betrieb und der Entwicklung neuer Veranstaltungsformate werden auch direkte Hilfen von und für die Queere Community organisiert.
Hilfen von und für die Queere Community
Besonders schnell dabei war das noch gar nicht so lange existierende Karada House im Prenzlauer Berg. Es startete eine bereits erfolgreiche Crowdfunding Kampagne und sammelte in kürzester Zeit 12.000 €, die nun in ad hoc-Hilfen fließen.
Das Karada House unterstützt queere Menschen, Frauen und anderweitig marginalisierte Menschen in Berlin, die Hilfe brauchen, weil sie ein schwaches Immunabwehrsystem haben, chronisch krank, asthmatisch oder älter sind. Auch Menschen, die in Quarantäne sind und Hilfe brauchen, können sich an das Karada House wenden. Die Angebote, mehr Infos dazu hier:
# Hilfe für Einkäufe; Vorkochen und Mahlzeiten vorbeibringen
# Hilfe mit dem psychischen Druck umzugehen
# Leute finden, mit denen man reden kann
# Hilfe, wenn keine Möglichkeiten (Gelder) mehr vorhanden sind, um sich zu versorgen.
Auch der Traditionsverein Rad und Tat (RuT) organisiert Nachbarschaftshilfe von und für die L-Community. Mit der RuT-Aktion „Zusammen schaffen wir das“ sollen all jene Unterstützung erhalten, die alleine leben, aufgrund ihres Lebensalters zur Risikogruppe gehören, an physischer oder psychischer Behinderung, chronischer Erkrankung oder anderen Einschränkungen leiden.
Wer sich engagieren möchte - z.B. gesund und verantwortungsvoll für andere einkaufen, Medikamente besorgen oder mit dem Hund spazieren gehen - kann einen Fragebogen ausfüllen; ebenso, wer Hilfe benötigt. Dieser wird automatisch an RuT geschickt und RuT meldet sich dann mit passenden Angeboten telefonisch. Die Unterstützung ist kostenlos und wird ehrenamtlich organisiert.
Engagiert in der Coronazeit | Queer & Coronasupport
Aktualisiert: 15.04.2020



