Berliner Freiwilligenbörse https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de Eine weitere Engagement Blogs Berlin Seite Thu, 18 Jun 2020 11:13:28 +0000 de-DE hourly 1 Medial & Engagiert“Unsere Beobachtung ist, dass in den Entscheidungsgremien auf Bundesebene die Zivilgesellschaft oft gar nicht vorkommt.“ Gespräch mit Dr. Serge Embacher https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/zivilgesellschaft-embacher/ Fri, 15 May 2020 18:00:20 +0000 ../index.html MEHR LESEN]]>

Forum Digitalisierung Engagement Eine gemeinsame Stimme der engagierten Zivilgesellschaft zur Digitalisierung – das ist das Ziel des Projekts Forum Digitalisierung und Engagement vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Darüber hinaus soll es zur Diskussion anregen. Welche digitalen Kompetenzen sind wichtig? Wie bringt man Digitalisierung und Demokratieentwicklungen in Einklang?

Am 23. April sollte die Auftaktveranstaltung im bUm – Raum für die engagierte Zivilgesellschaft in Berlin stattfinden. Nun ist alles ein wenig anders. Der Leiter des Projekts, Dr. Serge Embacher, erzählt uns im Interview mehr über das neue Format der Auftaktveranstaltung, Ziele und Herausforderungen.

Im November letzten Jahres ist das Forum Digitalisierung und Engagement gestartet. Wie genau kann ich daran teilnehmen?

Die einfachste Art teilzunehmen ist über die Online-Partizipationsplattform forum-digitalisierung.de. Da sind alle Themen, die in dem zweijährigen Forum diskutiert werden sollen, zu finden und jeder kann sich unmittelbar beteiligen.

Was kann ich vom Projekt erwarten?

Insgesamt ist das Forum eine Reihe von Veranstaltungen – eine virtuelle Online-Konferenz Mitte Juni. Danach folgen noch weitere Veranstaltungen, die für jeden zugänglich sind.

Am 23. April sollte die Auftaktveranstaltung im bUm in Berlin stattfinden. Durch Corona musste sich das Projekt nun selbst noch einmal digital wandeln. Darüber hinaus spielt Digitalisierung im Allgemeinen auf einmal eine größere Rolle. War das jetzt eher Fluch oder eher Segen?

Das war schon eher Fluch (lacht). Für die physische Veranstaltung war schon alles vorbereitet. Mit den Corona-Maßnahmen haben wir den Start verschoben und ein virtuelles Format entwickelt. Wir haben die Veranstaltung auf fünf Tage aufgeteilt – von Montag, dem 15. Juni bis Freitag, den 19. Juni 2020. Jeweils zwei Stunden und thematisch gegliedert. Jeder der interessiert ist, kann sich dazu schalten und mitdiskutieren. Uns ist schnell aufgefallen, dass das auch ein Teil des digitalen Wandels ist, den wir gerade selbst durchlaufen. Für uns ist das lehrreich und hilfreich. Wir mussten jetzt als Projekt, das den digitalen Wandel und gemeinnützige Organisationen behandelt, als BBE den digitalen Wandel unmittelbar vollziehen.

Wieviel Aufwand steckt dahinter?

Der Aufwand für eine analoge Konferenz ist ja schon beträchtlich: Anmeldemanagement, Hotel, Anreisen, Catering, diese ganzen physischen Dinge… die fallen jetzt alle weg. Die virtuelle Konferenz muss auf ganz andere Weise vorbereitet und untergliedert werden. Die Beitragenden und die Moderation müssen ganz anders gebrieft werden. In diesen Bildschirmformaten muss man viel proaktiver, gewinnender und werbender auftreten. Es braucht eine neue Dramaturgie und ein neues Konzept mit den Beteiligten. Das ist schon aufwändig. Es ist aber ein ganz anderer Aufwand – eher ein kommunikativer.

Was hat sich durch die Krise in der Digitalisierung im Hinblick auf das Engagement verändert?

Um das abschließend zu sagen, ist es noch etwas zu früh. Was sich verändert hat, ist das Bewusstsein. Das digitale Mindset hat einen erheblichen Schub bekommen. Wir haben im Vorfeld des Projekts mit vielen Organisationen des BBE gesprochen, die die Sinnhaftigkeit der Digitalisierung noch nicht so erkannt hatten. Das Thema war nicht so richtig beliebt. Das hat sich geändert. Wir haben inzwischen die volle Aufmerksamkeit. Inzwischen hat jeder verstanden, wie zentral die Digitalisierung für die Zivilgesellschaft ist.

Welchen Beitrag leistet das Forum bestenfalls auf diesem Weg?

Wir möchten jenseits der Fragen „Wie macht man Zoom? Welche Apps brauche ich? Und welche sonstigen Tools?“ eine grundsätzliche Diskussion darüber beginnen, wie die Zivilgesellschaft in Deutschland eine Haltung zum digitalen Wandel bekommen kann. Die eine Seite ist: Wie gehe ich praktisch damit um? Die andere Seite ist: Wie stehe ich eigentlich zu den einzelnen Problemfeldern?

Um welche Problemfelder geht es da?

Wir haben vier Felder aufgemacht: Digitale Kompetenz, Organisationsentwicklung, Datenschutz und Datensicherheit, Demokratieentwicklung.

Mit welchen konkreten Fragestellungen beschäftigen Sie sich in den einzelnen Problemfeldern?

Das Themenfeld Digitale Kompetenz dreht sich um die Frage: Was muss der Einzelne wissen, um souverän im digitalen Wandel bestehen zu können? Die Organisationsentwicklung beschäftigt sich dagegen damit, wie sich gemeinnützige Organisationen selbst verändern müssen, um den Wandel gut zu gestalten. Datenschutz und Datensicherheit erklärt sich selbst und bei der Demokratieentwicklung geht es um die Frage: Wie können wir verhindern, dass das Internet und die Social Media-Welt in die Hand von Spinnern, Rechtsextremen und Verrückten fällt? Um es mal etwas dramatisch zu auszudrücken. Besonders in den letzten Tagen nehmen diese Leute mit den Verschwörungstheorie-Debatten ja einen unheimlichen Raum ein. Also geht es schlussendlich darum: Wie kann die Zivilgesellschaft mit vereinten Kräften diese kommunikativen Räume im Internet im Sinne unseres demokratischen Grundkonsenses besetzen?

Was ist das große Ziel des Projekts?

Am Ende des Forums gibt es zwei Ziele: Wir wollen ganz praktisch Forderungen und Handlungsempfehlungen erarbeiten, die wir dann an die Politik auf Bundesebene richten. Und auf der anderen Seite soll eine Stimme der Bürgergesellschaft hörbar werden. Unsere Beobachtung ist, dass in den Entscheidungsgremien auf Bundesbene, also überall wo Politik sich mit Gesellschaft an den Tisch setzt, die Zivilgesellschaft oft gar nicht vorkommt. Da redet man mit Wirtschaftsverbänden und Jurist*innen. Aber die gemeinnützigen Organisationen – von wenigen Spitzenverbänden abgesehen – kommen da nicht vor. Unsere Hoffnung ist, dass wir da wirklich hörbar werden. Die Zivilgesellschaft ist zentral für die Gestaltung des digitalen Wandels.

Mit welchem Thema tut sich das Engagement am schwersten?

Sicherlich mit der Organisationsentwicklung. Der Schritt von der Einsicht bis zur tatsächlichen Umsetzung ist schwierig. Es gibt oftmals Beharrungskräfte, Unsicherheiten, wenig strategisches Denken und gerade jetzt in der Krise einen Hyperpragmatismus. Als gemeinnützige Organisation zusammen zu überlegen, wie gehen wir mit den digitalen Tools um? Wie wollen wir diese in der Außenkommunikation nutzen? Wie wollen wir diese in den internen Abläufen nutzen? Was davon brauchen wir? Das erfordert sehr viel Energie und eine feste Vorstellung eines Vorstands beispielsweise, wo er damit hin will.

Was haben Sie persönlich aus der Arbeit in der Corona-Krise gelernt?

Ich habe gelernt, dass man auch über viele Wochen mit Leuten zusammenarbeiten kann, die man gar nicht sieht. Wir kannten zwar auch schon vorher Video- und Telefonkonferenzen, aber über den Zeitraum hinweg war das etwas Neues. Ich fand das sehr positiv.

Im BBE überlegen wir auch, das zu verstetigen. Viele Sitzungen sind schlecht besucht, weil die Teilnehmenden überlegen, ob sie dafür extra nach Berlin fahren. Mit einem Videoformat ist die Frage obsolet.

Andererseits habe ich auch lernen müssen, wie anstrengend das ist, wenn man die ganze Zeit auf den Bildschirm schaut. Ich habe den Eindruck, dass eine zweistündige Videokonferenz viel anstrengender ist, als eine zweistündige Präsenzveranstaltung. Weil man einfach keine Möglichkeit hat, dem auszuweichen. Man muss die ganze Zeit konzentriert folgen. Das ist ziemlich anstrengend. Also eine psychische Anstrengung geht damit schon einher (lacht).

Beteiligung

Das Projekt ist auch ein Teil des digitalen Wandels, den wir gerade selbst im BBE durchlaufen. Das ist lehrreich und hilfreich.

Jenseits der Fragen Wie macht man Zoom? Welche Apps brauche ich? eine grundsätzliche Diskussion beginnen.

Möglichkeiten

Digitale Kompetenz

Organisationsentwicklung

Datenschutz

Demokratieentwicklung

Zwei Ziele: Forderungen und Handlungsempfehlungen an die Politik auf Bundesebene richten. Und eine Stimme der Bürgergesellschaft soll hörbar werden.

Zum Themenfeld
»Digitalisierung und Bürgerschaftliches Engagement« im BBE

Engagiert in der Coronazeit | Medial & Engagiert
Aktualisiert: 24.05.2020

 

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Die Aufgaben bleiben: „Es ist nicht die Zeit, die Zivilgesellschaft zu vergessen.“ Pressemitteilung zum Ende der Freiwilligenbörse https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/pressemitteilung-3/ Fri, 15 May 2020 17:00:20 +0000 ../index.html MEHR LESEN]]>
Krisentelefone und Rettungsdienste – überlastet. Suppenküche und Besuchs­dienste – lahmgelegt. So ungleich war die Zivilgesellschaft gefordert, als der Lockdown kam. Doch alle Ausstellenden hatten neue Wege zu finden, wie sie ihre gute Sache weiter verfolgen, auf neue Bedarfe etwa von Risikogruppen ein­gehen und für Menschen da sein können.

Sie haben mit der ihnen eigenen Kraft, Kreativität und neuen digitalen Mitteln reagiert. Aber sie übersehen nicht die schwierigen Umstände, Bedrohungen der eigenen Existenz inklusive.

Das ist ein Fazit der 13. Berliner Freiwilligenbörse. Veranstaltet von der Lan­desfreiwilligenagentur Berlin e.V.. Sie war dieses Jahr selbst Beispiel für diesen Anpassungsprozess. Statt an einem Tag im Roten Rathaus vor Ort stellte sie um, auf virtuell und digital.

Vier Wochen lang berichtete ein Blog, was die Corona-Krise für die Aussteller bedeutete und wo sich Freiwillige einbringen können. Auch wenn die Börse am Samstag endet, bleiben zentrale Informationen zugänglich und relevant. Der Engagementkatalog 2020 und die Blog-Beiträge sind online verfügbar. Wer sich engagieren will, findet dort weiter passende Ansprechpartner.

Zuletzt war es schwierig, neue Freiwillige einzubinden, aber der Bedarf wird wachsen

Im Namen aller Ausstellenden bittet Carola Schaaf-Derichs, Geschäftsführerin der Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V., die Initiativen, Projekte, Einrichtungen nach der Börse nicht zu vergessen. Auch wenn es zuletzt nur schwer möglich war, neue Freiwillige einzubinden: Der Bedarf an Freiwilligen wird zunehmen. Viele Folgen des ersten Lockdowns blei­ben. Bevor womöglich der nächste kommt, gilt es, sich aufzustellen.

Dafür sind helfende Hände und kreative Köpfe gefragt. Für die Zielgruppen wie für zivil­gesellschaftliche Akteuren ist die Lage teilweise bedrohlich. Umso mehr sind sie angewiesen auf engagierte Menschen und auch auf spendable Förderer.

Eine Lernsituation sondergleichen. Neue Blickwinkel und Ideen sind entstanden

Als Einrichtung, die die Vereine und Ini­tiativen in dieser Phase begleitet, müssen wir hohen Respekt zollen, wie sie die unglaubliche Herausforderung bewältigt haben, sowohl mit einer großen Nachfrage etwa bei Krisentelefonen umzugehen als auch mit der Zwangs­pause, im Wissen beispielsweise, dass Obdachlose etwa keine Mahlzeit bekommen.

Jede Organisation musste neu durchdenken, wie sie ihre Anliegen weiter ver­folgt und ihre Klientel versorgt. Alle haben die die Zeit genutzt, um die Kontakte zu Freiwilligen zu stärken und digitale Lösungen zu suchen, für viele Neuland. Eine Lernsituation sondergleichen. Neue Blickwinkel und Ideen sind entstan­den. Unser diesjähriges Motto Lern.Ort.Engagement. erfüllte sich ungeahnt.

Zur Pressemitteilung 15.05.2020 (pdf)
und zu den Pressemitteilungen vom
06.05.2020 und 07.04.2020 (pdf)

Engagementkatalog 2020

Engagiert in der Coronazeit
Aktualisiert: 20.05.2020

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Medial & Engagiert Journalismus in Zeiten von „Social Distancing“, Faktenchecks & Digitalisierung. Ein Gespräch mit Hendrik Stein, Berliner Woche https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/berliner-woche/ Fri, 15 May 2020 10:00:13 +0000 ../index.html MEHR LESEN]]>
Der Journalismus ist aktuell besonders gefragt. Tägliche erreichen uns unzählige Informationen. Der Journalismus hilft uns diese zu ordnen und Zusammenhänge zu erklären. Der Redaktionsleiter der Berliner Woche, Hendrik Stein, verfolgt das Engagement in Berlin schon seit vielen Jahren. Die Berliner Woche zählt seit langem zu den Unterstützer*innen der Freiwilligenbörse. So haben wir ihn zu verschiedenen Themen nach seiner Meinung gefragt.

Die Corona-Krise hat vieles verändert. Wie haben Sie die Entwicklungen durch Corona im Hinblick auf das Freiwilligen-Engagement erlebt?

Berlin zeichnet sich schon seit Jahren durch eine starke und vielfältige Engagement-Szene aus. Das ist eine Erkenntnis, die ich aus unseren unzähligen Artikeln über engagierte Berlinerinnen und Berliner in der Berliner Woche und im Spandauer Volksblatt gewonnen habe. Und so hat es mich zwar beeindruckt, aber nicht verwundert, wie groß die Bereitschaft vieler Menschen war, sich in dieser schwierigen Situation für andere freiwillig einzusetzen – beispielsweise in der Nachbarschaftshilfe.

Aber vor allem die Kreativität, mit der Engagierte versuchten und immer noch versuchen, unter Bedingungen wie der Vermeidung sozialer Kontakte ihre Vereinsarbeit fortzusetzen, ihrer Klientel Hilfs- und Beratungsangebote zu unterbreiten und Menschen Halt zu geben, ist bemerkenswert.

Dabei darf man ja auch nicht vergessen, dass Vereine und Institutionen der Engagement-Szene durch den Shutdown unmittelbar betroffen sind. Denn viele verloren von heute auf morgen auch Einnahmemöglichkeiten, aus denen sie ihre wichtige Arbeit für die Gemeinschaft finanzierten. Nicht wenige stellt dies vor existentielle Probleme. Die zahlreichen Spendenaufrufe, die uns derzeit erreichen, belegen das. Trotz alledem herrscht nach meiner Meinung in der Szene großer Optimismus und Tatendrang.

Inzwischen kehrt langsam wieder Normalität ein. Durch die Krise scheinen sich aber in Or­ga­ni­sa­tio­nen und Zivilgesellschaft einige Dinge zu ändern. Wenn Sie einmal einen Blick in die Zukunft werfen, was ist Ihr Eindruck: Was wird bleiben, was wird sich ändern?

Wenn wir mit Normalität den Zustand unserer Gesellschaft vor der Krise meinen, so glaube ich, dass diese Normalität wohl auf lange Sicht nicht wieder einkehren wird. Denn selbst wenn die Bedrohung für Gesundheit und Leben irgendwann vorüber sein sollte, wenn wir wieder beginnen, so zu leben und zu arbeiten „wie vor Corona“, werden uns die Folgen der Krise noch über Jahre vor große Herausforderungen stellen. Umso wichtiger – und das wissen wir aus der krisengeschüttelten Vergangenheit Berlins – wird das bürgerschaftliche Engagement sein.

Leider bin ich kein Zukunftsforscher. Aber wenn ich mir wünschen dürfte, was bleiben sollte, dann wäre das die Anerkennung, die Ehrenamt und freiwilliges Engagement derzeit in der Stadt erfahren.

Diese Anerkennung, um die wir uns als Berliner Woche und Spandauer Volksblatt seit Jahren bemühen, indem wir bürgerschaftliches Engagement sichtbar machen, ist ausschlaggebend für die Attraktivität des Ehrenamtes, sei es nun institutionell in einem Verein oder spontan und ungebunden. Je höher die Wertschätzung für die Freiwilligen ist, umso größer ist auch die Bereitschaft mitzumachen, mit anzupacken und etwas zu bewegen.

Eine andere Sicht auf die Normalität selbst

Was sich hoffentlich ändern wird, ist unsere Sicht auf die Normalität selbst. Unsicherheiten und Bedrohungen verortete die Mehrheit von uns bisher immer woanders. Dass dies trügerisch war, erleben wir gerade.

Der eine oder andere wird in den vergangenen Wochen und Monaten die Erfahrung gemacht haben, dass er aus seiner Normalität herausgerissen wurde, weil er plötzlich zu einer Risikogruppe gehört oder sich aufgrund von Kurzarbeit oder des Verlustes sämtlicher Einkommensquellen in einer prekären Situation befindet. Plötzlich selbst auf die Hilfe und Unterstützung durch andere angewiesen zu sein, ist für viele von uns ein Perspektivwechsel – aus Gebenden werden Nehmende, aus Helfern Hilfsbedürftige, aus den vermeintlich Starken werden vermeintlich Schwache.

Vielleicht ändert dies aber auch unsere Sicht auf diejenigen, die schon vor Corona unserer Hilfe bedurften oder die wir so gerne als Minderheiten bezeichneten, die in unserer Normalität keinen Platz fanden. Dieser Perspektivwechsel könnte einiges für die Entwicklung der Gesellschaft zu mehr Offenheit und Toleranz bewirken.

Leider erheben mit der „Rückkehr zur Normalität“ gerade jene wieder ihr Haupt, die zu Beginn der Krise hilf- und ideenlos dem Ganzen gegenüberstanden und nun Corona dafür nutzen, um Menschen zu verunsichern und damit ihre Politik der Ausgrenzung und Intoleranz fortsetzen. Diesen antidemokratischen Tendenzen haben schon vor Corona viele Engagierte die Stirn geboten. Dies muss auch in Zukunft so bleiben.

Größte Probleme bei jenen, die schon zuvor am Rande unserer Gesellschaft lebten

Und noch eine Erfahrung dieser Tage ist wichtig: Die Corona-Krise stellt uns vor größte Probleme gerade bei jenen, die auch schon zuvor am Rande unserer Gesellschaft lebten. Ich meine damit sowohl Menschen ohne eigenes Obdach als auch die vielen Einsamen, die unter uns leben.

Ein Konzept, das auf soziale Distanzierung fußt, kann hier nicht funktionieren, weil für die einen die soziale Nähe existentiell ist und zudem Möglichkeiten des Rückzugs fehlen und weil bei den anderen teilweise gar nicht die Voraussetzungen vorhanden sind, um soziale Kontakte im Digitalen aufzubauen und zu pflegen. Diese Gruppen traf die aktuelle Krise umso härter.

Ich glaube, aus dieser Erfahrung müssen wir für die Zukunft lernen. Sicher lassen sich hier Veränderungen nicht allein durch bürgerschaftliches Engagement herbeiführen, hier sind auch Politik und Verwaltung in der Pflicht.

Berliner Woche - Logo

Aber vor allem
die Kreativität ist
bemerkenswert.

Die Normalität wird wohl lange nicht
wieder einkehren.

… aus Gebenden
werden Nehmende, aus Helfern Hilfsbedürftige, aus Starken Schwache …

… sowohl Menschen
ohne eigenes Obdach
als auch die vielen Einsamen unter uns …

Wie wirkt sich Corona auf Ihre journalistische Arbeit aus? Können Sie uns einen kleinen Einblick geben?

Zwar sind wir in erster Linie etwas Analoges, also eine gedruckte Zeitung, die mit ihren 30 Ausgaben in die Haushalte der Berlinerinnen und Berliner kommt, aber ich war zu Beginn der Krise froh, dass wir bereits alle unsere Arbeitsprozesse in der Vergangenheit digitalisiert hatten. So war es zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter möglich, die Zeitungen dezentral an mobilen Arbeitsplätzen zu produzieren.

Natürlich stellt „Social Distancing“ Lokaljournalisten wie uns vor große Herausforderungen. Denn unsere Arbeit fußt ja gerade auf der Nähe zu den Menschen in den Berliner Kiezen.

Man trifft sich häufig vor Ort und begleitet Menschen in ihrem Alltag. Kontaktbeschränkungen sind da eher hinderlich, aber unsere Reporter und Redakteure haben bis heute unter Berücksichtigung des Schutzes der eigenen Gesundheit und der des Gesprächspartners diese Herausforderungen mit Bravour gemeistert. Und das war auch nötig. Denn in bewegten Zeiten gibt es auch immer viel zu berichten.

Und so stand für uns neben der Bürgerinformation wiederum die Sichtbarmachung von Engagement im Vordergrund. Hilfsbedürftige mussten erfahren, wo sie Hilfe finden. Die vielen Freiwilligen bedurften auch der Anerkennung und des Lobes für ihre Arbeit.

Falschmeldungen und gezielte Desinformationen

Zudem haben wir uns gefragt, was wir gegen die vielen Falschmeldungen und gezielten Desinformationen tun können, die gerade auch in der Corona-Zeit durch das Netz geistern. Gemeinsam mit unserem Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter haben wir deshalb eine Kooperation mit dem gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv gestartet.

Regelmäßig veröffentlichen wir in unseren Ausgaben sogenannte Faktenchecks von Correctiv, in denen es um die Widerlegung von Fake-News rund um Corona geht – also um Falschmeldungen wie „Mundschutz ist gefährlich“ oder „Covid-19 ist nur ein harmloser Schnupfen“.

Wir hoffen damit einen Beitrag zu leisten, dass Populisten und Verschwörungstheoretiker keine Chance haben, ihre oft gefährlichen Ansichten unwidersprochen zu verbreiten und Menschen zu verunsichern. Ich bin froh, dass unsere Partnerverlage im Bundesverband hier auf die Kompetenz der Journalistinnen und Journalisten im Recherchezentrum Correctiv zurückgreifen können.

Welche Chancen bergen die Erfahrungen in der Zeit von Corona für die Digitalisierung in Ihren Augen?

Die Landesfreiwilligenagentur und das Landesnetzwerk Bürgerengagement haben sich das Thema Digitalisierung ja schon seit geraumer Zeit auf ihre Fahnen geschrieben. In einigen Bereichen der Engagementszene gab es auch schon vor Corona gute Beispiele dafür, wie digitale Technik und Kommunikation helfen können, Ziele zu erreichen und Vorhaben umzusetzen. Die aktuelle Krise ist da eher ein Katalysator. Denn wir sind plötzlich alle gezwungen, neue Wege in der Arbeit, Organisation und Kommunikation zu suchen, da die alten versperrt sind.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die aktuelle Krise vor 30 Jahren verlaufen wäre. Dieser Schub hat uns alle weit vorangebracht (das sieht man auch ganz klar hier in den Blogeinträgen der Freiwilligenbörse), und digitale Technik und Kommunikation wird uns auch künftig in unserem Tun unterstützen. Das ist sicher auch etwas, was bleibt.

Die Krise zeigt, dass durch Digitalisierung Probleme gelöst und Symptome gelindert werden können. Allein in der Kommunikation hat sie uns vieles ermöglicht und erleichtert. Aber das alles kann eines natürlich nicht ersetzen, den unmittelbaren Kontakt zu Kollegen, Freunden und Mitstreitern, den wir, glaube ich, gerade alle trotz Videokonferenz, Telefon und Chat schmerzlich vermissen.

Berlin engagiert

Correctiv

Engagiert in der Coronazeit | Medial & Engagiert
Aktualisiert: 23.05.2020

 

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Interkulturell & DabeiEngagement der Migrant*innenorganisationen unter Corona-Bedingungen. Jetzt digital aktiv und weiter gemeinsam stark https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/engagement-migrantinnenorganisationen/ Thu, 14 May 2020 00:00:49 +0000 ../index.html MEHR LESEN]]>
Durch die notwendigen Einschränkungen während der Corona-Krise sind Migrant*innenorganisationen auch in Schwierigkeiten geraten. Sie stehen vor großen Herausforderungen, ihre Arbeit neu zu organisieren und ihre Angebote kreativ anzupassen.

Leyla Ibrahimova ist seit 2018 Koordinatorin im von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales geförderten Projekt Lebendige Nachbarschaften LeNa der Landesfreiwilligenagentur Berlin in Kooperation mit moveGLOBAL e.V., dem Berliner Verband für migrantisch-diasporische Organisationen in der Einen-Welt. Sie kennt sich in der Engagementlandschaft aus und berichtet:

Veränderte Arbeitsweisen und Kommunikationsstrukturen

Die gegenwärtige Arbeitssituation in Corona-Zeit hat die Arbeitsweise und Kommunikationsstruktur der Migrant*innenorganisationen, der MOs tiefgreifend beeinflusst. Die normale Arbeitsproduktivität ist abgeschwächt, Sitzungen finden nur per Video- und Telekonferenzen statt, viele Angebote sind auf digitale Formate umgestiegen. Ähnlich wie in anderen Organisationen besteht die Arbeit der MOs aus alltäglichem Kontakt mit ihren Zielgruppen.

Da ihre Arbeit in der Regel auf direkten bzw. persönlichen Kontakt mit Menschen ausgerichtet ist, sind die Beratungsangebote zurzeit zwar nicht komplett eingestellt, aber schon massiv eingeschränkt. Viele interkulturelle Organisationen bieten über E-Mail und Telefon Ratsuchenden weiter Unterstützung an.

Das bedeutet, dass einerseits die Beratungszahlen z.T. zurückgegangen sind, was jedoch andererseits dazu geführt hat, dass der zeitliche Aufwand für die einzelne Beratung gestiegen ist. Denn das für den Beratungsprozess wichtige Vertrauen wird nun mehr durch Kommunikation und Kontakte über E-Mail und Telefon gebildet. Im Großen und Ganzen ist festzustellen, dass das Arbeitsaufkommen durch die Umstellung auf die digitale Ebene etwas intensiver, die Abstimmungsprozesse im Team aufwendiger und langwieriger geworden sind.

Digital aktiv und weiter gemeinsam stark

Die Arbeit in MOs muss jedoch fortgeführt und an veränderte Umstände angepasst werden, damit die Zielsetzungen in allen Projekten insgesamt erreichbar bleiben, Aufgaben weiterhin bewältigt und die Leistungsfähigkeit der Organisationen sichergestellt werden. Unsere Kooperation und das gemeinsame Engagement für eine bunte, multikulturelle, inklusive, pluralistische und offene Gesellschaft gehen dementsprechend in und mit Migrant*in­nen­or­ga­ni­sa­tio­nen weiter, weil ihre Stimme gegenüber möglichen Spaltungstendenzen aktuell in der Krisenzeit besonders wichtig ist und weiterhin politisches Gehör bekommen muss.

Die meisten MOs leiten spezielle und mehrsprachige Informationen zu Corona-Schutzmaßnahmen und dem Umgang mit der aktuellen Situation an ihre Netzwerke und Communities weiter und verbreiten diese aktiv über Social-Media-Kanäle. So ist beispielsweise moveGLOBAL e.V. verstärkt online (Facebook, Twitter, Webseite) tätig.

moveGLOBAL - erstmals online demonstriert und der Wegweiser zu Covid19 wöchentlich aktualisiert

Leyla Ibrahimova

LeNa

moveGlobal


Da in Zeiten der Corona-Pandemie Online-Veranstaltungen an Bedeutung gewonnen haben, hat der Dachverband moveGLOBAL e.V. Aktivitäten wie zuletzt eine Online-Demo zum zum Internationalen Tag gegen Rassismus während der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 21. März 2020 durchgeführt.

An dieser Online-Demo haben sich spontan Menschen beteiligt und durch das Posten entsprechender Fotos mit Hashtags zum Thema #Rassismus die Aktion unterstützt. Somit haben sie ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung gesetzt und ihre Solidarität mit den Betroffenen demonstriert. Die Aktion war ein Novum für den Verband und solche alternative Online-Formate werden auch zukünftig veranstaltet.

Darüber hinaus hat moveGLOBAL e.V. im Rahmen des Projekts Samofa einen Wegweiser aus allen erhaltenen Informationen zum Coronavirus erstellt. Der Wegweiser enthält Links und QR-Codes zu den einzelnen Informationen für Geflüchtete, Ehrenamtliche und alle Interessierte, wird wöchentlich aktualisiert und ist auf der Webseite des Verbands hochgeladen. Die aktuellste Version ist hier abrufbar.


Tag gegen Rassismus

Danke für Euer Engagement

Was machen BDB, Yaar und das Integrationsbüro Pankow?

Der Bund für Antidiskriminierungs- und Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (BDB) ist neben seiner Beratungsarbeit und den dazu gehörenden Aufgaben auch mit der Entwicklung von neuen digitalen Strukturen beschäftigt, weil es so langsam klar wird, dass man nicht nur ein kurzfristiges Phänomen überbrücken muss. Als Antidiskriminierungsorganisation beschränkt sich der Verein momentan nicht auf die Informationsvermittlung. Er arbeitet intensiv daran, seine Sensibilisierungs- und Empowermentworkshops für Menschen mit und ohne Rassismuserfahrung methodisch-didaktisch neu zu gestalten und einen möglichst vertraulichen Video-Raum anzubieten, wo Leute sich öffnen und Moderator*innen auch gegebenenfalls emotionale Gruppendynamiken auffangen können.

Trotz der aktuellen sozialen Kontaktbeschränkungen ist auch Yaar e.V. weiterhin für die Menschen der afghanischen Community erreichbar. Ein neuer Arbeitsschwerpunkt von Yaar war der Aufbau eines Corona-Blogs, das unmittelbar mit dem Eintreten der Kontaktsperre online ging. Hier wird die afghanische Community auf Farsi tagesaktuell zu Geschehnissen rund um das Thema COVID-19 Virus informiert. Im Blog finden sich hier allgemeine Informationen zur Pandemie sowie Verweise auf Beratungsstellen im Falle eines Verdachts.

Um mit eigener Klientel bestehende Kontakte aufrechtzuerhalten, dafür geeignete kreative Wege und Lösungen zu finden sowie in dieser Zeit zusammenzustehen, hat das Integrationsbüro Pankow eine neue Aktion gestartet: #DasLäuft! Machen Sie mit! In kurzen Videobeiträgen präsentieren hier MOs im Bezirk Pankow, wie Sie ihre Arbeit bzw. ihr Engagement unter den gegebenen Bedingungen weiter umsetzen und geplante Aktivitäten online stattfinden lassen.

Folgen des Coronavirus für Moscheegemeinden und muslimische Nachbarschaftshilfe

Die Folgen des Coronavirus treffen auch die Moscheen hart. Denn sie werden fast ausschließlich durch Spendengelder finanziert und die laufenden Kosten müssen weiterhin gedeckt werden. Moscheen sind Zentren der Begegnung für Muslim*innen und haben häufig noch weitere Angebote: Projekte gegen Extremismus, Vorträge, Film- und Literaturabende, Seelsorge, Feiern, Seminare und Führungen – die Liste der Dinge, die man von Moscheen erwartet und die größtenteils Ehrenamtliche stemmen, ist vielfältig. Um ihre Arbeit auch nach Corona fortführen zu können und diese schwere Zeit zu überstehen, sind die Moscheen auf Hilfen angewiesen.

Angesichts der derzeitigen Situation und damit verbundenen Verordnungen setzt sich die Neuköllner Begegnungsstätte e.V./Dar as-Salam Moschee aktiv für Hilfsbedürftige und somit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Mithilfe einer Initiative „Solidarität in Krisenzeiten: Muslim*innen helfen!“ wird Menschen, die zur Risikogruppe gehören, Unterstützung beim Einkauf, Apothekengängen, alltäglichen Aufgaben u.Ä. angeboten, um sie vor einer möglichen Infektion zu schützen. Es wurde hierfür ein digitale Flyer entworfen und Ehrenamtliche engagieren sich mutig in ihren jeweiligen Nachbarschaften.

Engagiert in der Coronazeit | Interkulturell & Dabei
Foto: Gregor Baumann | Aktualisiert: 17.06.2020

 

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Heute bei: kein Abseits! e.V.Gloria Amoruso, Gründerin und Geschäftsleiterin, nachgefragt https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/heute-bei-kein-abseits/ Wed, 13 May 2020 10:00:11 +0000 ../index.html ANSCHAUEN]]>

Ein Video von Maximilian Reinhold und Gregor Baumann, Pingumedia,
im Auftrag der Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V..

Und hier MEHR LESEN, HÖREN, SCHAUEN
kein Abseits! e.V. Begegnungen ermöglichen.

Alle Videos aus der Landesfreiwilligenagentur
hier auf YouTube

Engagiert in der Coronazeit | Gut & Umgestellt | Heute bei
Aktualisiert: 13.05.2020

 

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Engagement & WirtschaftWie die Pro Bono Rechtsberatung Non-Profits unterstützt. Ein Gespräch mit Ellen Sturm, UPJ Senior Projektmanagerin https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/pro-bono-rechtsberatung/ Sun, 10 May 2020 18:00:42 +0000 ../index.html MEHR LESEN]]>

Die Pro Bono Rechtsberatung vermittelt erfahrene Rechtsanwält*innen engagierter Kanzleien an Non-Profit-Organisationen. Die Kanzleien unterstützen bei konkreten Rechtsfragen unentgeltlich und zeitlich begrenzt, wenn die Organisationen ihre Rechtsfragen nicht anderweitig klären können. Das Angebot wird von UPJ gemeinsam mit dem Pro Bono Deutschland e.V. und vielen Rechtsanwaltskanzleien getragen. Wir haben die Senior Projektmanagerin Ellen Sturm befragt, wie die UPJ Pro Bono Rechtsberatung Non-Profits unterstützen kann.

UPJ Pro Bono

Wie geht es Ihnen als Organisation in dieser Coronazeit?

UPJ als Träger der Pro Bono Rechtsberatung hat sicherlich, wie viele andere Organisationen auch, mit neuen Herausforderungen zu tun, sei es, dass beantragte Projekte oder Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden können, Teams im Homeoffice notwendige technische Rahmenbedingungen und Unterstützung sowie besonderen Fokus und Orientierung brauchen usw..

Trotz der Schwierigkeiten, die mit diesen Zeiten verbunden sind, gehen wir mit einer positiven Haltung an diese Situation heran und begreifen die Veränderungen als Chance, um Dinge neu und anders zu denken und den veränderten Bedarfen zu entsprechen. Hier haben wir erfahren, wie wichtig die Veränderungs- und Lernbereitschaft sowie die Motivation aller Mit­ar­bei­ter*in­nen sind, um gemeinsam die Krise zu meistern. Das schweißt zusammen und ermöglicht auch Dinge, die wir vorher auf diese Weise nicht auf dem Schirm hatten. Und das stärkt die Organisation insgesamt.

Mit dieser positiven Energie im Rücken ist es der UPJ Pro Bono Rechtsberatung gelungen, sehr schnell ein bedarfsgerechtes Angebot aufzubauen, um gemeinnützige Organisationen bei ihren aktuellen Herausforderungen zu unterstützen und relevante Informationen rund um COVID-19 zur Verfügung zu stellen. Und auch die beteiligten Pro-bono-Kanzleien sind in diesen Zeiten besonders engagiert und bereit, sich für die Rechtsberatungsbelange von gemeinnützigen Organisationen einzusetzen. Momentan gibt es hier etwas mehr freie Ressourcen, um sich verstärkt pro bono-Fragestellungen zu widmen.


Wie funktioniert die Pro-bono-Rechtsberatung genau und wer wendet sich an Sie?

Die Pro-Bono-Rechtsberatung richtet sich an gemeinnützige Organisationen (keine Privatpersonen), die in Deutschland tätig sind oder dies anstreben und nicht in der Lage sind, finanzielle Mittel für die Rechtsberatung aufzuwenden.

UPJ prüft diese Punkte und bereitet die Pro-bono-Anfragen für die Vermittlung an Kanzleien auf. Im nächsten Schritt werden die Fragestellungen an den Kanzleiverteiler weitergeleitet, woraufhin sich die Kanzleien für die ausgeschriebenen Mandate bewerben können. Interessiert sich eine Kanzlei für ein Mandat, informiert UPJ die Organisation. Für den Fall, dass sich zwei oder mehr Kanzleien auf ein Mandat bewerben, entscheidet die Organisation, mit welcher Kanzlei sie zusammenarbeiten möchte. Danach stellt UPJ den Kontakt her. Die Kanzlei prüft dann ihrerseits, ob die Zusammenarbeit ihren internen Vorgaben und berufsrechtlichen Vorschriften entspricht, und dann schließen die Partner eine Mandatsvereinbarung ab und starten ihre Zusammenarbeit.

Der beschriebene Vermittlungsprozess kann mitunter bis zu 6-8 Wochen dauern, weshalb kurzfristige Anfragen nicht vermittelt werden können. Pro Vermittlungsfall wird eine symbolische Gebühr erhoben, die der Ernsthaftigkeit der Pro-Bono-Arbeit auch auf Seiten der NPO stärkeren Ausdruck verleiht. Weitere Informationen, Details zum Ablauf und der Link zum Online-Formular zur Anmeldung einer Rechtsfrage finden interessierte Non-Profits unter probono-rechtsberatung.de/npo.

Wie lange begleiten Sie die Non-Profit-Organisationen?

Unsere Begleitung beginnt mit der Anmeldung der Rechtsfragen über das Online-Formular. Wenn es hier Unklarheiten bezüglich des beschriebenen Sachverhaltes gibt, unterstützt UPJ dabei, die Fragestellung zu konkretisieren. Wir schätzen zudem den ungefähren zeitlichen Umfang ein und ordnen die Frage einem Rechtsgebiet zu. Dann bereiten wir die Mandate so auf, dass die Kanzleien sie direkt einordnen können und die Vermittlungswahrscheinlichkeit erhöht wird.

Nachdem Kanzlei und gemeinnützige Organisation „gematcht“ sind und die Mandatsvereinbarung abgeschlossen ist, endet die Tätigkeit von UPJ. Die Beratung durch die Kanzlei unterliegt berufsrechtlichen Vorschriften auch im Hinblick auf die Bearbeitung von Mandaten. Etwaige auftretende Schwierigkeiten müssen die Mandanten direkt mit der Kanzlei klären. Mit Beendigung des Mandats befragen wir die gemeinnützige Organisation und bitten sie um ihr Feedback und einen Hinweis auf das Verhalten der Kanzlei.

Haben sich die Bedarfe während der Corona-Zeit verändert und wie merken Sie das?

Die pandemiebedingt veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen stellen - wie eingangs schon erwähnt - viele Organisationen vor neue Herausforderungen. Aktuelle Rechtsberatungsbedarfe bestehen vor allem im Bereich Arbeitsrecht, bei Haftungsfragen im Fall von Veranstaltungsabsagen oder Insolvenz, bei Fragen zur Beschlussfassung in Vereinen etc. Dem in diesen Belangen steigenden Beratungsbedarf seitens gemeinnütziger Organisationen steht ein großer Pool an Informationen von Seiten engagierter Kanzleien gegenüber, die genau zu diesen Sachverhalten Auskunft geben.

Dass es hier Bedarf gibt, merken wir auch an den hohen Anmeldezahlen für Webinare, die wir gemeinsam mit den Kanzleien sehr schnell zu diesen Themen anbieten konnten. Parallel zu den Fragen im Zusammenhang mit den Folgen der COVID-19-Pandemie, erreichen uns täglich aber auch „reguläre“ Rechtsfragen, die alle Rechtsgebiete umspannen, angefangen beim Steuer- und Gemeinnützigkeitsrecht über Datenschutzrecht bis hin zum Zuwendungs- und Vergaberecht.

Wie kommunizieren Sie diese speziellen Angebote zur Coronazeit?

Die UPJ Pro Bono Rechtsberatung hat auf ihrer Homepage eine neue Seite probono-rechtsberatung.de/corona eingerichtet, auf der relevante Informationen und gezielte Unterstützungsangebote im Rechtsbereich gebündelt sind. Die Liste wird laufend aktualisiert. Auf spezielle Webinar-Angebote, die aktuelle rechtliche Fragestellungen thematisieren, wird hier ebenfalls hingewiesen – also insgesamt ein guter Fundus, um sich direkt orientieren zu können.

Wie können Freiwillige Sie, auch während der Corona-Zeit, unterstützen?

Engagierte Personen können wir derzeit nicht angemessen einsetzen und betreuen. Aber nicht nur gemeinnützige Organisationen, auch Unternehmen finden bei UPJ zu allen Themen rund um Engagement, Nachhaltigkeit und Kooperation in der aktuellen Situation qualifizierte Informationen und gute Beispiele auf wirbleibenengagiert.de sowie Beratung und Vermittlung zu gemeinnützigen Kooperationspartnern in Berlin-Brandenburg und bundesweit.


Hand hält Paragraphen Symbol in Sonne

Puzzle

Faltflieger

ProBono

Engagiert in der Coronazeit | Wirtschaft & Engagement
Foto(grafiken): Pro Bono Rechtsberatung UPJ | Aktualisiert: 17.05.2020

 

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Gut & Umgestellt “Schreib mal wieder…” Nachgefragt: Damaris Wagener über eine Postaktion der youngcaritas in der stationären Altenpflege https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/youngcaritas/ Sat, 09 May 2020 20:00:19 +0000 ../index.html MEHR LESEN]]>

Für viele Menschen, die im Senioren- oder Pflegeheim leben, ist der Besuch der Angehörigen eine willkommene Abwechslung und Höhepunkt des Alltags. Doch die Auswirkungen der Corona-Krise verändern den Aktionsradius der Bewohner*innen. Besuch ist nur in Ausnahmefällen möglich und auch Aktivitäten außerhalb, wie beispielsweise Spaziergänge im Freien, sind derzeit nicht ganz unproblematisch. Damit die Seniorinnen und Senioren nicht von Einsamkeit betroffen sind, hat youngcaritas die Postaktion „Schreib mal wieder“ gestartet und lädt Interessierte zum Mitmachen ein!

Wie geht es Ihnen als youngcaritas in dieser Corona-Zeit?

Für uns ist die aktuelle Situation natürlich eine große Umstellung. So mussten beispielsweise die regelmäßigen Nähtermine im Upcycling Projekt *vergissmeinnicht* abgesagt werden und geplante Aktionen mit den Teilnehmenden im interkulturellen Projekt „Kulturbuddys“, wie das monatliche Bouldern, können zunächst nicht mehr stattfinden. Wir versuchen die aktuelle Situation zu nutzen, um neue kreative Lösungen zu finden und auch digitale Möglichkeiten wahrzunehmen. So haben wir bereits einen virtuellen Museumsbesuch veranstaltet, rufen zum Behelfs-Stoffmasken-Nähen auf und unsere „Schreib mal wieder“ Briefaktion ist gestartet.

Seit wann gibt es „Schreib mal wieder“ und wie ist die Projektidee entstanden?

Damaris Wagener

Als klar war, dass alle auf persönlichen Kontakt ausgelegten Aktionen für einen bestimmten Zeitraum nicht mehr stattfinden können, haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, durch welche Aktionen wir auf kreative Art und Weise dennoch Menschen zusammenbringen können. Insbesondere für Be­woh­ner*in­nen von Pflege- und Seni­or*in­nen­hei­men ist der Kontakt zu Personen außerhalb der Einrichtung in diesen Tagen sehr eingeschränkt.

Uns kam die Idee der Postaktion, an der jede Person auch von zu Hause aus teilhaben kann und so gegen Einsamkeit in Zeiten von Corona wirkt. Dies ist ein einfacher Weg, um Verbindung halten zu können, aufzumuntern und Freude in den Alltag zu bringen.

Wer kann mitmachen? Alle, nicht nur junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren …

Der Aufruf richtet sich an alle, die Lust haben kreativ zu werden. Unter den Teilnehmenden sind Schüler und Schülerinnen, die ihre Schulpause sinnvoll nutzen. Auch ältere Menschen, die teilweise selbst zur Risikogruppe gehören, melden sich zum Mitmachen. Zudem möchten sich auch Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden engagieren. Wir freuen uns, dass wir mit der Aktion auch Menschen außerhalb unserer eigentlichen Zielgruppe von jungen Menschen zwischen 16 und 30 Jahren ansprechen und zum Mitmachen motivieren können.

Wie funktioniert das genau?

Wer Lust hat mitzumachen und einen Kontakt der teilnehmenden Einrichtungen der großen Caritas-Familie vermittelt Hednrikje schreibtbekommen möchte, schreibt uns dazu eine Mail mit Namen und Alter, verrät uns woher er/sie von der Aktion erfahren hat und aus welcher Stadt die Post verschickt wird. Dann geht es ans Schreiben eines Briefes oder einer Postkarte. Wer mag, kann auch ein Bild malen, ein Gedicht aufschreiben oder ein Foto mitschicken. Sobald die Post fertig ist, wird sie durch die Teilnehmenden an die jeweilige Einrichtung geschickt.

Soll das Projekt langfristig angeboten werden?

Durch die Aktion konnte mittlerweile schon Post an ungefähr 300 Senioren und Seniorinnen zugestellt werden. Beispielsweise berichtet das St. Alexius Seniorenpflegeheim in Berlin-Hohenschönhausen: Die Bewohner und Bewohnerinnen waren alle sehr gerührt und haben sich sehr gefreut. Eine ganz besondere Aktion in dieser so nicht einfachen Zeit. Dass unsere Bewohner*innen keinen Besuch mehr empfangen dürfen, ist für alle schmerzlich und daher eine gelungene Abwechslung und somit auch Kontakt zur Außenwelt.

Wir freuen uns, dass wir so viele Menschen zum Schreiben motivieren können und hoffen, dass die Aktion auch in Zukunft weiterläuft und möglicherweise sogar die eine oder andere Brieffreundschaft erwächst.


Theresa schreibt
Susanne schreibt

Engagiert in der Coronazeit | Gut & Umgestellt
Fotos: @Walter Wetzler (Portrait) & youngcaritas | Aktualisiert: 13.05.2020

 

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Engagement & Wirtschaft“Wenn es den dritten Sektor nicht gäbe …“ Gespräch mit Bianca Richardt zum Roman Herzog Preis https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/roman-herzog-preis/ Fri, 08 May 2020 11:00:39 +0000 ../index.html MEHR LESEN]]>

Der Roman Herzog Preis ist ein Preis für besonderes gesellschaftliches Engagement in unserer Stadt. All diejenigen Berliner Projekte, Vereine, Stiftungen, Organisationen und Initiativen, die mit ihrer Innovation, Eigeninitiative und ihrem Unternehmertum die gesellschaftliche Weiterentwicklung fördern, können sich bewerben. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 20.000 Euro. Wir haben mit Bianca Richardt, Leiterin des Bereiches Stiftungen der Berliner Sparkasse, über den Preis in Zeiten von Corona gesprochen.

Der Preis ist nach Roman Herzog, dem ehemaligen Bundespräsidenten zwischen 1994 und 1999 benannt. Wie kam es dazu?

Roman Herzog war von 1999 bis 2015 der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Brandenburger Tor – der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse. Er war bekannt dafür, dass er unermüdlich Reformen angemahnt hat. Dabei hat er regelmäßig zur Mitgestaltung und Eigeninitiative aufgerufen. Das bürgerschaftliche Engagement im kulturellen Leben Berlins lag ihm besonders am Herzen. Als Roman Herzog 2015 aus Altersgründen sein Mandat in der Kulturstiftung niederlegte, kam die Idee zu diesem Preis. Seine Ruck-Rede von 1997, die Innovationen fordert, ist so aktuell wie noch nie – auch jetzt in Corona-Zeiten.

Wer kann sich bewerben?

Alle, die sich mit herausragendem Engagement für die Weiterentwicklung der Gesellschaft einsetzen – natürliche Personen ab 18 Jahren, Vereine, Stiftungen oder Unternehmen.

Angenommen ich habe ein Projekt, womit ich mich bewerben möchte. Wo und wie kann ich mich bewerben?

Auf der Homepage der Berliner Sparkasse ist ein Link zum Roman Herzog Preis. Dort findest du alle wichtigen Hinweise und das Bewerbungsformular, das du direkt ausfüllen kannst. Darin wirst du unter anderem zum Projektinhalt gefragt, aber auch wie sich das Projekt auf die Gesellschaft auswirkt und welchen Vorbildcharakter das Projekt für andere Städte und Regionen in Deutschland hat.

Bei allen Preisen entscheidet eine Jury über die Preisträger, so auch beim Roman Herzog Preis. Wer sitzt in der Jury?

In der Jury sitzen sieben Personen aus verschiedenen Bereichen. Darunter finden sich unter anderem der Vorjahressieger des Roman Herzog Preises, die Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin der Schlesischen 27 – Kunst und Bildung und die Verantwortliche für das Gesellschaftliche Engagement unseres Dachverbands DSGV.

Wann und wie wird der Preis verliehen?

Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai. Die Preisverleihung ist am 2. November bei einem feierlichen Festakt im Max Liebermann Haus geplant. Ob das so stattfinden kann, werden wir noch sehen.

Wenn es den dritten Sektor nicht gäbe, würde die Gesellschaft ganz anders aussehen

Welche Bedeutung hat das Engagement für dich persönlich?

Ich erlebe durch meine Arbeit in drei Stiftungen, dass sich diese Gesellschaft weiterentwickelt. Wenn es den dritten Sektor nicht gäbe, würde die Gesellschaft ganz anders aussehen. Durch den Roman Herzog Preis werde ich immer wieder an die Innovation erinnert, die in vielen Projekten steckt. Es gibt Initiativen und Ideen, die die Gesellschaft voranbringen und etwas für andere tun. Das finde ich ganz großartig.

Wie geht die Berliner Sparkasse mit der aktuellen Corona-Situation um?

Für uns ist es aktuell am wichtigsten, für alle Kunden da zu sein – und dabei das Ansteckungsrisiko für Kund*innen und für Mitarbeiter*innen so gering wie möglich zu halten. Die Berliner Sparkasse orientiert sich dabei an den Entscheidungen des Senats. Als erstes Berliner Kreditinstitut haben wir unseren Firmenkund*innen eine sechsmonatige Aussetzung der Tilgung und Zinszahlung ihrer Investitionsdarlehen ermöglicht. Außerdem sind wir ein wichtiger Partner in der Umsetzung der Programme von Bund und Ländern.

Wir erleben, dass die Menschen in dieser Situation, sowohl Firmenkund*innen, Freiberufler*innen, aber auch Privatkun­d*innen viele Fragen haben. Da sind wir für das Gespräch da. Wir hatten in den letzten Jahren bereits WhatsApp und einen Live-Chat eingeführt. Diese kontaktlosen Kanäle sowie die Telefonie haben wir verstärkt und dafür derzeit weniger Standorte geöffnet.

Was haben Sie aus der Situation gelernt/mitgenommen?

Ich denke darüber nach, wie wird das mal sein? Ich denke, das Leben wird nicht mehr so zurückkommen, wie es einmal war. Ich hoffe sehr, dass wir alle etwas lernen. Vor allem die Solidarität, die wir gerade erleben, die Achtsamkeit im Umgang miteinander und auch den Wert unserer Gesundheit anders zu schätzen und beizubehalten.


Engagiert in der Coronazeit | Wirtschaft & Engagement
Aktualisiert: 11.05.2020

 

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Bedarf an Freiwilligen wird eher zu- als abnehmenPressemitteilung zur 13. Berliner Freiwilligenbörse https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/pressemitteilung-2/ Thu, 07 May 2020 13:00:55 +0000 ../index.html PRESSEMITTEILUNG LESEN]]>

Das engagierte Berlin wird aufatmen, sobald der Lockdown gelockert wird – es gibt viel und wahrscheinlich mehr zu tun. Zuletzt waren viele Aktivitäten von Vereinen und Initiativen ausgebremst und Tausende Freiwillige im Wartestand, nun sind viele auch digital und telefonisch aktiv. Daher suchen etliche Organisationen neue Interessierte, die sich einbringen wollen.

Die 13. Berliner Freiwilligenbörse, dieses Jahr virtuell und online über vier Wochen ausgetragen statt an einem Tag im Roten Rathaus, zeigt diese neu entstandenen Angebote auf ihrer Webseite. Im Corona-Blog, der seit 18. April und bis 16. Mai gefüllt wird, finden sich zudem Interviews mit Vertreter/innen aus unterschiedlichen gemeinnützigen Organisationen, die berichten, wie sie sich und ihre Schützlinge durch die Pandemie bringen.

Aktuell, so die Auskunft zum “Thema Corona”, sucht etwa die Initiative Arbeiterkind Freiwillige, die sich über ein Online-Netzwerk einbringen und ratsuchende Schüler auf ihrem Bildungsweg unterstützen. Wer Gesichtsmasken nähen mag, kann sie gerne den VdK-Mobilitätshilfediensten spenden. Weiterhin gesucht werden auch Stammzellspender: Die DKMS bittet darum, sich online oder telefonisch zu melden. Weitere Akteure signalisieren: Bitte melden, spätestens wenn die Kontaktbeschränkungen gelockert sind.

Es sind schwierige Zeiten, auch und gerade für das Engagement

erklärt Carola Schaaf-Derichs, Geschäftsführerin der Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V.. Vieles ließ sich nicht mehr umsetzen, aber viele Akteure passten sich schnell an. Wir haben gelernt: Der Bedarf an Freiwilligen in der Krise war hoch, und er wird in nächster Zeit eher zu- als abnehmen. Die Einrichtungen und Vereine haben digitale Angebote entwickelt oder alt vertraute wie das Briefeschreiben wiederentdeckt. Freiwilliges Engagement ist als systemrelevant erkannt worden, das sollte jetzt politisch aufgenommen werden. Und das Engagement ist noch vielseitiger geworden: Informieren Sie sich bei uns.

Um Anregungen und Ansprechpartner/innen zu erhalten, empfiehlt Carola Schaaf-Derichs auch den „Berliner Engagementkatalog 2020“. Von kleinen Initiativen wie Herzenssache – Nähen für Sternchen und Frühchen bis zu großen Verbänden wie DRK oder Stadtmission ist die ganze Bandbreite von Organisationen vertreten. Man kann Kindern vorlesen, Kultur vermitteln oder Tierrechte schützen. In vielen Fällen lassen sich Menschen unterstützen, die direkt oder indirekt von Corona-Folgen betroffen sind.


Engagiert in der Coronazeit
Aktualisiert: 11.05.2020

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Heute bei: Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften e.V.Florian Amoruso-Stenzel, Gründer & Vorstand, nachgefragt https://archiv.berliner-freiwilligenboerse.de/heute-bei-netzwerk-kipa/ Thu, 07 May 2020 10:00:35 +0000 ../index.html ANSCHAUEN]]>

Ein Video von Maximilian Reinhold und Gregor Baumann, Pingumedia,
im Auftrag der Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V..

Und hier MEHR LESEN, HÖREN, SCHAUEN
Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften e.V.

Gast-Beitrag: Viel Engagement und kreative Lösungen

Alle Videos aus der Landesfreiwilligenagentur
hier auf YouTube

Engagiert in der Coronazeit | Gut & Umgestellt | Heute bei
Aktualisiert: 15.05.2020

 

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